AMERICAN PASSAGES – Gewinne Moviepack!



Zu Beginn ein Moment des Glücks: „We‘re free!“ jubelt ein Afroamerikaner in Harlem, als hätte erst die Wahl  Barack Obamas zum Präsidenten hunderte Jahre Sklaverei endgültig beendet.

AMERICAN PASSAGES führt in einer assoziativen Reise durch die USA: Von desillusionierten Irak-Veteranen über homosexuelle Adoptivväter, schwarze Richterinnen, weiße Partylöwen bis zu einem Zuhälter am Spieltisch eines Casinos in Las Vegas.

Die Gegensätze von schwarz und weiß, arm und reich, Gewinner und Verlierer überraschen ebenso wie die Bedeutung des in der Verfassung verankerten Rechts auf Pursuit of Happiness in Zeiten der Krise.

Ein episches Panorama Amerikas.

„Yes we can! And we did – you can’t stop us now!” Mit einem Moment ungebremster Euphorie in der Wahlnacht Obamas im Herbst 2008 beginnt „American Passages”: Menschen, die auf der Straße tanzen und die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten der USA feiern. Sie freuen sich über diesen historischen Augenblick, als wären sie erst jetzt vom Trauma der Sklaverei befreit. Es ist jedoch derselbe Moment, in dem die Wirtschaft zerbricht, und plötzlich jene Machbarkeit infrage gestellt wird, durch die sich das Land so sehr definiert.


Die Frage nach dem Zustand Amerikas treibt Ruth Beckermann von New York aus quer über den Kontinent, durch insgesamt elf Bundesstaaten - in Wohnblöcke, wo die Menschen viele Kinder und wenig Geld haben, auf Partys, in Gefängnisse und zu Memorials, in Privathäuser, die von der Pfändung bedroht sind, in Gerichtssäle, Universitäten, in ein Casino. Und an die vielen Nicht-Orte dazwischen: Autobahncafés, Tankstellen, Highways.
Es sind Begegnungen von großer Unmittelbarkeit, sorgfältige Momentaufnahmen, die in ihrer Gesamtheit das Bild einer vielgesichtigen, vielschichtigen Nation im Wandel ergeben: Ein desillusionierter junger IrakVeteran, Joint in der Hand, erzählt, wie er nach 9/11 fühlte, „etwas tun zu müssen“, und sich freiwillig bei der Army meldete.

Ein homosexuelles Väterpaar erinnert sich zurück, wie die Adoptivkinder unvermittelt ankamen. Eine Frau packt ihr Leben in Schachteln, weinend, weil sie ihr Haus an die Bank verliert. PartyTiger in Las Vegas betreiben Charity und ein alter Zuhälter steht am Roulette-Tisch und philosophiert über das gute Leben.
Ein Film, der dieses Land zu fassen versucht, muss immer vom Auto aus stattfinden, und auch Beckermann schaut mit dem Blick der staunenden Fremden auf die Vereinigten Staaten und überprüft, welche der Bilder in unseren Köpfen der Realität standhalten. Der Amerikanische Traum, das Selfmade-Man-Diktat, die ständig proklamierte Meinungsfreiheit, die Verfassung: Es sind utopische Ideen, die hier funktionieren und im 6 nächsten Augenblick dekonstruiert werden durch Zwischentöne, Seitenblicke, den Bildausschnitt, den Beckermann nicht ohne Humor wählt. Jeder lebt seine eigene Fiktion, und baut damit weiter an dem Konstrukt Amerika.


Director’s Statement
Mich interessieren Utopien bzw. der Versuch ihrer Verwirklichung (der Sozialismus in „Wien Retour“, der Zionismus in „Nach Jerusalem“). Schon lange wollte ich einen Film über das Land der „verwirklichten Utopie“ (Baudrillard) drehen, das Land, welches sich das „Recht auf die Suche nach dem Glück“ bereits in die Unabhängigkeitserklärung schrieb. Im Herbst 2008, durch den Doppelschock von Finanzkrise und historischem Befreiungsschlag durch die Wahl eines schwarzen Präsidenten, war der richtige Moment da, auf den es im Dokumentarfilm so stark ankommt, d.h. keine tagesaktuelle Situation, doch eine aufgewühlte Stimmung, welche das richtige Maß an Spannung und Reflexion ermöglicht.
Ich fuhr los und filmte während zwei Jahren im Süden und Westen und in der Mitte der USA. Was ich fand? Maximalen Pragmatismus und maximale Phantasie. „It is what it is“ wurde während der Dreharbeiten zu meinem Motto. Alles ist möglich. Und alles, was möglich ist, kann wirklich werden. Ich fand Menschen, welche wir so gut zu kennen meinen, dass ihr grundlegendes Anderssein umso mehr überrascht. Jeder erfindet sich selbst und immer wieder neu. Die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit sind verschwommen und die Zukunft wichtiger als die Vergangenheit. Darum fühle ich mich trotz aller Melancholie über das Ende des amerikanischen Jahrhunderts, welche der Film ausstrahlt, immer noch leicht, wenn ich das Wort „Amerika“
ausspreche.

Hier könnt ihr mit freundlicher Unterstützung von FILMLADEN 4x1 Kinotickets gewinnen, sowie American Passages T-Shirts und Kappen. Tickets können in jedem österreichischen Kino eingelöst werden, in denen der Film gespielt wird.

Einfach unter diesem Beitrag ein Kommentar hinterlassen und mit etwas Glück seid ihr schon dabei!

 



by on Dezember 4, 2011

Kommentare

  1. amercia, amore mio, you still rock! :-D

  2. Würd mich sehr über American Passages T-Shirts freuen :)

  3. Wooooow - voll cool - ich hab gewonnen :)

    Vielen Dank - werd sicher noch öfters hier vorbeischauen!!

    Liebe Grüße,
    M.T.

  4. Sicher ein recht interessanter Film!

  5. Vielen vielen Dank nochmal!!! Der Preis ist bereits gut angekommen
    :-)

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